KoKi

Das aktuelle Programm des Kommunalen Kinos der vhs Bochum finden Sie hier!

Unser aktuelles Programm:

 

 

Im nächtlichen Helsinki treffen zufällig zwei einsame Menschen (Alma Pöysti und Jussi Vatanen) aufeinander. Beide sehnen sich nach der ersten, einzigen und endgültigen Liebe. Der Weg dorthin wird erschwert durch verlorene Telefonnummern, die Unkenntnis des Namens und der Adresse des jeweils anderen und nicht zuletzt durch die allgemeine Tendenz des Lebens, denjenigen, die das Glück suchen, Steine in den Weg zu legen.

„Schweigsame Figuren und ein entzückender Hund: Aki Kaurismäki kehrt mit seiner melancholischen Liebesgeschichte zwischen der Supermarktkassiererin Ansa und dem trinkenden Bauarbeiter Holappa unter anderem zu den Themen seiner „Proletarischen Trilogie“ (SCHATTEN IM PARADIES; ARIEL; DAS MÄDCHEN AUS DER STREICHHOLZFABRIK) zurück. (...) Am Ende hat er einem mit FALLENDE BLÄTTER auf zarte, tragikomische Weise das Herz gewärmt – und man hofft, dass dieser Film nicht sein letzter gewesen sein wird. Ausgezeichnet u. a. beim Filmfestival in Cannes mit dem „Preis der Jury“.

Finnland, Deutschland 2023 • 82 Min. • FSK: ab 12 J.
Regie: Aki Kaurismäki • mit: Alma Pöysti, Jussi Vatanen, Janne Hyytiäinen, Nuppu Koivu, Martti Suosalo, Matti Onnismaa u. a.

 

„The Old Oak“, ein besonderer Ort: Es ist nicht nur der letzte Pub, sondern auch der einzig verbliebene öffentliche Raum, in dem sich die Menschen einer ehemals blühenden nordenglischen Bergbaugemeinde treffen. Nach 30 Jahren des Niedergangs stehen dem „Old Oak“ noch härtere Zeiten bevor. TJ Ballantyne (Dave Turner), der Wirt, versucht händeringend seinen Pub zu retten, aber nach der Ankunft syrischer Flüchtlinge, die im Dorf untergebracht werden sollen, wird das Wirtshaus zum „umkämpften Gebiet“. Als sich TJ mit der jungen Syrerin Yara (Ebla Mari) anfreundet, versuchen die beiden, die so unterschiedlichen Kulturen einander näher zu bringen, für eine bessere, gemeinsame Zukunft.

The Old Oak, die vielleicht letzte Regiearbeit in der außerordentlichen Karriere des Briten Ken Loach, verhandelt typische Loach-Themen, erzählt von der Arbeiterklasse, von Solidarität, vom Überwinden gesellschaftlicher Schranken. „Ein berührender, zutiefst menschlicher Film, der das Herz am rechten Fleck hat.“ (SZ) Ausgezeichnet u. a. beim Filmfestival in Valladolid mit dem Preis für den „Besten Hauptdarsteller“ (Dave Turner) sowie dem Publikumspreis.

Großbritannien, Frankreich, Belgien 2023 • 113 Min. • FSK: ab 12 J.

Regie: Ken Loach • mit: Dave Turner, Ebla Mari, Claire Rodgerson, Trevor Fox, Chris McGlade, Col Tait, Jordan Louis, Chrissie Robinson u. a.

 

Hirayama (Kôji Yakusho) reinigt öffentliche Toiletten in der japanischen Metropole Tokio. Er folgt einem strukturierten Arbeitsalltag und widmet sich in der Freizeit seiner Leidenschaft für Musik und Literatur. Dabei hört er von alten Audiokassetten und liest aus abgegriffenen Taschenbüchern. Zudem faszinieren ihn Bäume – besonders interessante Exemplare fotografiert er. Mit seinem einfachen Leben scheint er vollkommen zufrieden zu sein. Durch eine Reihe unerwarteter Begegnungen werden nach und nach Details aus Hirayamas Vergangenheit enthüllt, die der bescheidene Mann mittleren Alters längst hinter sich gelassen hat.

Dem vielfach prämierten deutschen Regisseur Wim Wenders (Der Himmel über Berlin; Pina) gelingt ein wunderschöner, angenehm entschleunigter Spielfilm, der tief zu Herzen geht. „Mit seinen klaren, bewusst einfachen und reduzierten Bildern, der Stille und einem faszinierenden Protagonisten ist Perfect Days eine Feier des Lebens, ein Lob der Einfachheit und eine überaus liebevolle Apologie des Außenseitertums.“ (Kino-Zeit.de) Ausgezeichnet u. a. beim Filmfestival in Cannes mit dem Preis für den „Besten Hauptdarsteller“ (Kôji Yakusho); nominiert für einen „Oscar“ in der Kategorie „Bester internationaler Film“.

Japan, Deutschland 2023 • 125 Min. • FSK: ab 0 J.

Regie: Wim Wenders • mit: Kôji Yakusho, Tokio Emoto, Arisa Nakano, Aoi Yamada, Yumi Aso, Sayuri Ishikawa, Tomokazu Miura, Min Tanaka u. a.

 

Frankreich, 1885. Seit 20 Jahren steht die begnadete Köchin Eugénie (Juliette Binoche) im Dienst des Gourmets Dodin Bouffant (Benoît Magimel), einem Gastronomen ohne Restaurant. Mit ihm kreiert sie köstliche Gerichte. Aus der gemeinsamen Zeit in der Küche ist über die Jahre weit mehr als nur die Liebe für das Essen erwachsen. Doch Eugénie hat nicht die Absicht, ihre Freiheit aufzugeben und Dodin zu heiraten. Als sie erkrankt, kocht der Feinschmecker ein weiteres Festmahl, diesmal nur für sie. Ob Raffinement und Hingabe genügen, um Eugénie endgültig zu gewinnen?

Inmitten des passionierten Treibens einer Küche inszeniert Regisseur Trần Anh Hùng (Der Duft der grünen Papaya) eine außergewöhnliche und im wahrsten Sinne des Wortes appetitanregende Liebesgeschichte um die Kunst der Verführung und die Sinnlichkeit des Essens. Neben der bezaubernden Juliette Binoche und dem französischen Schauspielstar Benoît Magimel beeindrucken auch die kulinarischen Kunstwerke, die vom renommierten Sternekoch Pierre Gagnaire geschaffen wurden. Ausgezeichnet u. a. beim Filmfestival in Cannes mit dem Preis für die „Beste Regie“ sowie beim Filmfestival in Mill Valley mit dem Publikumspreis.

Frankreich, Belgien 2023 • 136 Min. • FSK: ab 6 J.

Regie: Trần Anh Hùng • mit: Juliette Binoche, Benoît Magimel, Emmanuel Salinger, Patrick D’Assumçao, Galatéa Bellugi, Jan Hammenecker u. a.

 

  • DIE HERRLICHKEIT DES LEBENS
    Di., 01.10.24 / 15:00 Uhr TICKETS HIER

Dora Diamant (Henriette Confurius) und Franz Kafka (Sabin Tambrea) begegnen sich zufällig am Ostseestrand. Sie stammt aus dem tiefen Osten, er ist ein Mann von Welt. Sie kann tanzen, er kann schreiben. Sie steht mit beiden Beinen fest auf dem Boden, er schwebt immer etwas darüber. Als sich die beiden näher kennenlernen, wird alle Verschiedenheit einerlei. Ihnen ist nur ein einziges Jahr vergönnt, doch in dieser gemeinsamen Zeit spüren Dora und Franz die Herrlichkeit des Lebens.

„Ein poetischer, sehr gelungener Arthouse-Film, der mit seiner Aussage ‚Es zählt nur der Augenblick‘ gleichzeitig die Tragik und die Schönheit einer großen Liebe darstellt, ohne auf die Tränendrüsen zu drücken. Das Drama um Franz Kafka und seine letzte Liebe ist kein Kafka-Biopic (im üblichen Sinn) und handelt nur peripher von seinen Werken. Stattdessen hält der Film gekonnt die Balance zwischen Melodram und romantischer Komödie. (...) Henriette Confurius und Sabin Tambrea überzeugen in ihrer Darstellung eines Liebespaars, das sich im Angesicht des Todes findet und zusammenbleibt – bis zum bitteren Ende.“ (Filmstarts.de) Nominiert für einen „Deutschen Filmpreis“ in der Kategorie „Bestes Kostümbild“.

Deutschland, Österreich 2024 • 99 Min. • FSK: ab 6 J.

Regie: Georg Maas und Judith Kaufmann • mit: Sabin Tambrea, Henriette Confurius, Manuel Rubey, Daniela Golpashin, Leo Altaras, Luise Aschenbrenner u. a.

 

1898 entscheidet sich die unverheiratete Maria Montessori (Jasmine Trinca), ihren Sohn nach der Geburt auf unbestimmte Zeit zu verlassen, um als moderne und freie Frau eine neue Vision von Bildung zu entwickeln. Sie ahnt, dass sie eine Revolution entfachen kann. Als eine der ersten Frauen Italiens wird sie Ärztin und gründet ein Institut, das Lehrer für die Arbeit mit behinderten Kindern ausbildet. Hier entwickelt sie Methoden, die von einem Gedanken geprägt sind: Solange man die Kinder liebt, können sie alles lernen, ganz gleich, welche Voraussetzungen sie haben.

Léa Todorovs gefühlvolles Drama setzt der Bildungsikone Maria Montessori (1870-1952) ein lange überfälliges und zutiefst bewegendes Denkmal. Mit großer visueller Eleganz zeigt dieser Film die Namensgeberin einer der einflussreichsten pädagogischen Bewegungen in ihrer ganzen Stärke und Zerrissenheit. „Vor allem den beiden umwerfenden Hauptdarstellerinnen – Jasmine Trinca und Leïla Bekhti – sowie der geschickten Drehbuch-Konstruktion mit zwei parallel erzählten Handlungssträngen, die sich immer öfter kreuzen, ist es zu verdanken, dass hier ein sehenswerter Arthouse-Film entstanden ist.“ (Programmkino.de)

Frankreich, Italien 2023 • 101 Min. • FSK: ab 0 J.

Regie: Léa Todorov • mit: Jasmine Trinca, Leïla Bekhti, Rafaëlle Sonneville-Caby, Raffaele Esposito, Laura Borelli, Nancy Huston, Agathe Bonitzer u. a.

 

  • MORGEN IST AUCH NOCH EIN TAG
    Di., 03.12.24 / 15:00 Uhr TICKETS HIER

1898 Rom, 1946, nach der Befreiung vom Faschismus. Delia (Paola Cortellesi) ist die Frau von Ivano (Valerio Mastandrea) und Mutter dreier Kinder – zwei Rollen in die sie sich voller Hingabe fügt. Darüber hinaus bessert sie die Haushaltskasse mit vielen kleinen Hilfsarbeiten auf, um die Familie über Wasser zu halten. Ivano hingegen erinnert nachdrücklich daran, wer der Ernährer ist. Körperliche und psychische Gewalt gehören für Delia zum Alltag. Ein mysteriöser Brief ermutigt sie, alles über den Haufen zu werfen. Delia hofft auf ein besseres Leben – nicht nur für sich selbst.

Autorin, Regisseurin und Hauptdarstellerin Paola Cortellesi ist eine der dynamischsten und vielseitigsten Künstlerinnen Italiens. Ihr gefeiertes Regiedebüt, das in Italien zum erfolgreichsten Film 2023 avancierte, proklamiert keinen Feminismus mit erhobenem Zeigefinger, sondern erzählt behutsam von den vielen kleinen Schritten auf dem langen Weg zur Emanzipation. Im Genre wechselt Cortellesi dabei immer wieder zwischen Drama und Komödie.

„Ein berührender, ganz wunderbarer Film, inszeniert mit Hirn, Herz und Humor.“ (Kino Konkret)

Italien 2023 • 119 Min. • FSK: ab 12 J.

Regie: Paola Cortellesi • mit: Paola Cortellesi, Valerio Mastandrea, Romana Maggiora Vergano, Emanuela Fanelli, Giorgio Colangeli, Vinicio Marchioni, Francesco Centorame, Raffaele Vannoli, Gianmarco Filippini, Mattia Baldo u. a.

 

Texte: Stephan Zabka